TEXT



Vollständiger Projekttitel


Kindliche Textproduktion als Marker für die Grammatikentwicklung zwischen 3 und 6 Jahren

Laufzeit


2008-2009 (Pilotphase)
2010-2012 (Projektlaufzeit)

Ziele


  • Beschreibung des Entwicklungsverlaufs von Textproduktionen ab 3 Jahren bei unauffälligen Kindern
  • Beschreibung des gestörten Entwicklungsverlaufs bei lexikalisch bzw. grammatisch auffälligen Kindern
  • Entwicklung eines Modells zur Codierung von Textproduktionen
  • Evaluation der Codierungsmethodik

Abstract des Forschungsprojektes


Störungen der Textebene werden in jüngster Zeit als ausschlaggebende Störungskomponente des Sprachsystems im Grundschulalter angesehen. Hierzu gehören neben dem Textverstehen auf semantischer Ebene (Textsemantik) die Fähigkeiten in der Grammatik zur formalen Strukturierung eines Textes (Makrostruktur) und der sprachlichen Umsetzung der Textform (Mikrostruktur). Störungen in diesem Bereich sind relativ unbekannt, obwohl sie durch Bildergeschichten und Nacherzählungen in verschiedenen diagnostischen Verfahren abgetestet werden. Der Vergleich der Textproduktion hinsichtlich der Textgrammatik in Makro- und Mikrostruktur von Kindern mit spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (mit und ohne dysgrammatischem Profil) und ungestörten Kontrollkindern soll dazu beitragen, die Entwicklung der Textebene im Vorschulalter zu dokumentieren. Neben dem unauffälligen Erwerbsverlauf soll die Störungschronologie dargestellt werden, so dass Frühindikatoren über eine mögliche Textgrammatikstörung ausgemacht werden können.


Aktuelle Publikationen


Siegmüller, J., Ringmann, S. & Beier, J. (2010, in Vorb.). Die Beziehung zwischen Satz- und Textverarbeitung bei sprachauffälligen und unauffälligen Vorschulkindern. Sprache-Stimme-Gehör, eingereicht.

Siegmüller, J. & Prange, B. (2010). Das Profil der Grammatik und der Textgrammatik bei einem Erwachsenen mit untherapierter Sprachentwicklungsstörung in der Kindheit. Poster, präsentiert auf der ISES 6, 11.-13. März 2010.